Teil 1 - Konstruktives Feedback geben
Ein bisschen Theorie zum Feedback

Feedback gehört zum täglichen Geschäft.

Deshalb sollte man wissen, was man tut.



Ob QMB, Führungskraft oder Trainer*in - Feedback gehört zum täglichen Geschäft. Feedback zum Projektstand, Feedback zur Idee, Feedback zum Lösungsvorschlag, Feedback zur Zusammenarbeit, Feedback zum Verhalten, Feedback zum konkreten Arbeitsergebnis. Im Vorbeigehen, im persönlichen Gespräch, in der Konferenz unter Mitwirkung aller anderer Kolleg*innen.

Die meisten Feedbackgeber*innen nehmen für sich in Anspruch, dass sie konstruktiv feedbacken, alle wünschen sich faires Feedback. Stellt sich gleich die Frage: Gibt es destruktives oder unfaires Feedback? 

Antwort: Ja, leider und sehr häufig. Und in der Regel, weil sich alle Beteiligten zu wenig mit der Funktionsweise und den Wirkungen von Feedback beschäftigen. Darüber hinaus fehlt auch ganz oft das Handwerkszeug.

Deshalb hier ein paar grundsätzliche Überlegungen und Theorien. 

Was ist Feedback?

Zunächst einmal eine Methode der Sozialpsychologie. Personen oder Gruppen geben einer anderen Person eine Rückmeldung zu ihrem Verhalten. Diese hat dann die Möglichkeit, ihr Verhalten zu verändern oder wird darin bestärkt, ihr Verhalten beizubehalten.

Feedback nimmt den blinden Fleck von Personen in den Blick und leuchtet ihn aus. Die Feedbacker sehen also etwas, das den Feedbacknehmer*innen (nocht) nicht bewusst war. 

Ein solches Feedback anzunehmen ist nicht leicht. Insbesondere dann, wenn das Verhalten als nicht positiv, unangenehm, wenig zielführend, unsympathisch und so weiter bewertet wird. Ein Feedback kann verstören, verletzen und verunsichern. Um diese Gefahr zu minimieren, ist man gut beraten, mit Feedback verantwortungsbewusst umzugehen und auf gute Rahmenbedingungen und eine gute Methodik zu achten.


Feedback im Businesskontext

... ist keine Therapiestunde, wird jetzt der eine oder andere vielleicht sagen. Es muss doch möglich sein, ein*er Kolleg*in oder Mitarbeiter*in deutlich zu sagen, dass er oder sie Mist gebaut hat. Oder auch mal ohne achtstündige Vorbereitung ein Lob auszusprechen.

Die Antwort lautet: Kann man machen, ist aber nicht zielführend.

Wirksames Feedbacksames

Eine aktuelle Studie der Harvard-Business-School hat jüngst wieder nachgewiesen - unreflektiertes, negatives Feedback führt nicht zur intendierten Verhaltensänderung (Verbesserung der Zusammenarbeit, mehr Engagement ...), sondern zu Verunsicherung und damit zu noch schlechteren Ergebnissen.

Die 300 in der Studie beobachteten Mitarbeiter*innen haben nach einem "schlechten" Feedback durch Vorgesetzte oder Kolleg*innen ihre Energie in neue Netzwerke mit anderen "schlecht" gefeedbackten Personen gesteckt. Die Bereichtschaft, sich für die gemeinsame Sache zu engagieren, ist noch weiter gesunken.

Woran das liegt?
  1.  Den meisten Menschen fällt es aus unterschiedlichen Gründen schwer, Feedback anzunehmen.
  2. Die wenigsten Menschen betrachen Feedback als Instrument und gehen entsprechend damit um.

Wenn Sie also wollen, dass Ihr Feedback ankommt, berücksichtigt wird und vor allen Dingen hilft, dann gibt es ein paar Regeln, die Sie beachten sollten.

Lust auf Mehr? Es gibt noch 6 weitere Beiträge zum Thema Feedback. 

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Wie wäre es mit einem individuellen Coaching?

Teil 3 - konstruktives Feedback geben
Die TOP 3 Versäumnisse beim Feedback