KI im QM - Ihr persönliches Exoskelett statt Jobkiller

Warum KI aktuell QMBs nicht ersetzen kann
13. Januar 2026 durch
KI im QM - Ihr persönliches Exoskelett statt Jobkiller
MQ Gesellschaft für MehrQualität mbH, Ursula Wienken

KI ersetzt QM-Beauftragte nicht – sie macht sie stärker. 3 konkrete KI-Rollen mit Prompts zum Sofort-Einsatz. Wie Sie 2026 mit KI effizienter und wirksamer werden.

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Wenn KI Sie nicht ersetzt, sondern verstärkt

Sie spielen mit ChatGPT rum. Lassen Texte zusammenfassen, E-Mails formulieren. Ganz nett. Aber ehrlich – das kann doch nicht alles sein, oder?

Und dann kommt diese leise Stimme im Hinterkopf: Was passiert eigentlich mit meiner Stelle, wenn mein Chef merkt, dass KI viel von dem übernehmen könnte, was ich mache?

Diese Mischung aus Neugier, Unsicherheit und manchmal auch Angst kenne ich aus vielen Gesprächen. Erst letzte Woche wieder im Workshop. Eine Teilnehmerin, QM-Beauftragte bei einem Bildungsträger, formuliert es so: "Ich habe das Gefühl, ich verpasse gerade den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg. Alles wird so komplex."

Hier ist die gute Nachricht: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt. Und KI ist kein Jobkiller für QMBs, die mehr sind als Dokumentenverwalter.

Im Gegenteil.

Wenn Sie verstehen, wie Sie KI richtig einsetzen, wird sie zu Ihrem persönlichen Verstärker. Sie werden effizienter. Besser. Wirksamer.

Die zentrale Idee: KI ersetzt Sie nicht. Sie gibt Ihnen ein Exoskelett. Ihre Rolle wird nicht überflüssig – sie wird stärker.

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Was McKinsey und BCG über KI am Arbeitsplatz sagen

Schauen wir uns an, was große Beratungshäuser über KI in der Wissensarbeit herausgefunden haben. Also genau in unserem QM-Umfeld.

Die McKinsey-Studie "Superagency in the Workplace" sagt: KI funktioniert wie ein Multiplikator für Wissen, Kreativität und Entscheidungsfindung. Sie beschleunigt Prozesse, indem sie Routineaufgaben übernimmt und Ressourcen freisetzt. Sie erweitert die "Reichweite" menschlicher Expertise.

Kernaussage: KI ist kein Ersatz für Menschen, sondern ein Hebel, um deren Potenzial zu vervielfachen.

Die Boston Consulting Group kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Menschen mit ihren Erfahrungen und ihrem Urteilsvermögen bleiben im Zentrum der Entscheidungen. KI verstärkt diese Fähigkeiten, ersetzt sie nicht.

Was das für Sie bedeutet: Ihre QM-Expertise ist nicht bedroht. Sie ist der entscheidende Faktor dafür, ob KI brilliert oder kompletten Unsinn produziert.


Warum QM-Menschen ideale KI-Nutzer sind

Vielleicht denken Sie: "Alles rund um KI erscheint so technisch. Voller Buzzwords. Ich bin doch keine IT-Expertin."

Stimmt. Müssen Sie auch nicht sein.

Die wirklich entscheidenden Fähigkeiten für den erfolgreichen KI-Einsatz haben Sie längst:

✓ Probleme strukturieren

✓ Kritische Fragen stellen

✓ Risiken erkennen und bewerten

✓ Kontext verstehen und vermitteln

Das tun Sie im QM jeden Tag. Und genau das ist die Grundlage für erfolgreichen KI-Einsatz.

Der hochbegabte, ahnungslose Praktikant

Stellen Sie sich Large Language Modelle wie ChatGPT, Copilot oder Gemini als hochbegabten, aber ziemlich ahnungslosen Praktikanten vor.

Dieser Praktikant hat kein "Weltverständnis". Keine Ahnung von Ihrem Unternehmen, Ihren Prozessen, den unausgesprochenen Regeln in Ihrer Abteilung.

Wie setzen Sie so einen Mitarbeiter am besten ein?

Indem Sie ihm eine glasklare Aufgabe geben, den nötigen Kontext liefern und präzise sagen, was Sie als Ergebnis erwarten.

Microsoft hat das in ihrem "New Future of Work Report" zusammengefasst: Die häufigsten KI-Anwendungen sind Schreiben, Zusammenfassen, Analysieren und Brainstormen. Alles Tätigkeiten, die ohne rahmende menschliche Urteilskraft nicht gut funktionieren.

Das bedeutet: Ihre QM-Erfahrung entscheidet, ob der Praktikant brilliert oder Unsinn produziert.

KI kann einen Vorschlag für eine Maßnahme machen. Aber Sie sind diejenige, die mit ihrer Erfahrung bewertet: Ist das in unserer Unternehmenskultur überhaupt umsetzbar? Welche unbeabsichtigten Folgen könnte das haben?

Ihre Expertise ist der Hebel. 💪


Die 3 Rollen: KI als Ihr persönliches Exoskelett

Ich habe für mich drei Rollen herausgearbeitet, in denen KI mich konkret unterstützt. Und über "Texte zusammenfassen" und "schnelle Recherchen" weit hinausgeht.

Rolle 1: KI als kreativer Sparringspartner

Im QM-Alltag zwischen Audits, Kennzahlen und Reklamationsbearbeitung geht der kreative Anteil oft unter. Die Zeit für Freiraum müssen Sie sich hart erkämpfen.

Jetzt delegieren Sie Fleißarbeiten an Ihren hochbegabten Praktikanten. Sie gewinnen Zeit. Und können diese Zeit noch effektiver nutzen, weil Sie sich auch für kreative Arbeit Unterstützung holen.

Vielleicht denken Sie: "Wie soll mir eine Maschine beim kreativen Denken helfen, die nichts anderes tut, als vorhandene Daten neu zusammenzusetzen?"

Klar – unser Gehirn macht eigentlich auch nichts anderes. Deshalb funktionieren ja Methoden wie Design Thinking so gut.

Aber: Unser Gehirn hat echte Erfahrungen, Emotionen und Kontext. KI hat nur Wahrscheinlichkeiten. Genau deshalb braucht es menschliches Urteilsvermögen.

In Kombination mit Ihren Fähigkeiten kann KI Ihr kreatives Potenzial erweitern.

💡 Praxis-Beispiel: Seminar-Abbrüche reduzieren

Stellen Sie sich vor: Teilnehmende brechen Ihr Online-Seminar vorzeitig ab. Ihre Standardmaßnahmen – Erinnerungsmails, klarere Agenda – haben nicht funktioniert. Im Teammeeting schaut sich jeder nur an. Keine Ideen.

Ihr Prompt an die KI:

Wir haben eine wiederkehrende Abbruchquote bei unserem Online-Seminar. 
Die Standardmaßnahmen wie Erinnerungsmails und Agenda-Optimierung waren nicht wirksam. Schlage mir 5 kreative Maßnahmen vor, die auf Verhaltenspsychologie, Gamification oder UX-Design basieren.

Was ChatGPT mir vorgeschlagen hat:

  • Interaktive Check-in-Fragen zu Beginn, die sofort Engagement erzeugen
  • Gamifizierte Fortschrittsanzeige mit kleinen "Badges" für Teilnehmende
  • Kurze "Micro-Challenges" während des Seminars mit Quiz und Rangliste
  • Personalisierte Abschlussbotschaft mit sofort herunterladbarem Zertifikat
  • Peer-Buddy-System: Teilnehmende motivieren sich gegenseitig bis zum Ende

Die letzte Idee wäre vielleicht nicht meine erste Wahl. Aber auf dieser Grundlage kann ich weiterdenken. Die Ideen weiterdrehen.

Statt einer müden Idee habe ich fünf neue Denkrichtungen. Und bin aus meiner eigenen Box raus.

🔄 Reverse Brainstorming: Ihre Ideen schärfen

Sie haben eine favorisierte Maßnahme im Kopf? Spielen Sie Reverse Brainstorming mit der KI.

Ihr Prompt:

Ich plane, folgende Maßnahme umzusetzen: [IHRE MASSNAHME]. 
Handle wie ein erfahrener und sehr skeptischer Produktionsleiter. 
Nenne mir 3 überzeugende Gegenargumente, warum diese Maßnahme scheitern wird.

Was passiert? Sie werden gezwungen, Ihre Argumentation zu überdenken und wasserdicht zu machen. Bevor Sie ins Meeting oder zur Geschäftsführung gehen.

KI wird vom Schreibassistenten zu Ihrem persönlichen Advocatus Diaboli.

Der Aha-Effekt: Sie lagern nicht Ihre Kreativität aus. Sie holen sich Futter und Widerstand, um Ihre eigene Arbeit kreativer zu machen.


Rolle 2: KI als Datenentdecker für verborgene Schätze

Datenauswertung nimmt viel Raum in Ihrem QM-Alltag ein. Vermutlich schaffen Sie nur das Notwendigste.

Dabei liegt in Ihren Daten ungenutztes Potenzial. In all diesen Freitext-Kommentaren bei Evaluationen, in Auditberichten, in Kundenmails.

Textwüsten voller wertvoller Informationen. Für die niemand wirklich Zeit hat.

Sie lesen vielleicht mal drüber. Freuen sich oder haben eine schnelle Verbesserungsidee. Systemische Muster erkennen Sie so nicht.

Hier kommt die KI ins Spiel. Sie kartiert diese Textwüsten für Sie.

📊 Praxis-Beispiel: Evaluationen auswerten

Sie exportieren 200 Freitexteingaben aus Ihren Evaluationsauswertungen.

Ihr Prompt:

Analysiere die folgenden Kundenkommentare. Fasse sie in 5-7 Hauptthemen zusammen. Gib jedem Thema eine Überschrift und nenne mir pro Thema 2 prägnante Zitate, die das Problem auf den Punkt bringen.

Bonus: Identifiziere die Grundstimmung (positiv/negativ/neutral) für jedes Thema.

Was Sie bekommen: Eine qualitative Analyse.

Zum Beispiel:

Thema 1: Verwirrende Anleitung zum Login für das Online-Training (negativ)

→ "Ich habe 5 Anläufe gebraucht, um die Anweisung zu verstehen"

→ "Die Bilder passen nicht zum Text"

Thema 2: Schnelle Zusendung des Logins (positiv)

→ "War am nächsten Tag da, super!"

→ "Besser als erwartet"

Plötzlich haben Sie aus einem unübersichtlichen Haufen Einzelmeinungen eine strukturierte, datengestützte Grundlage für Ihr Management-Review.

🔍 Praxis-Beispiel: Auditberichte analysieren

Nehmen Sie die letzten internen Audits.

Ihr Prompt:

Identifiziere wiederkehrende abteilungsübergreifende Probleme. 
Suche nach Mustern, die auf grundlegende Prozess- oder Ressourcenprobleme hindeuten.

Die KI liefert Ihnen vielleicht: "In drei unterschiedlichen Abteilungen taucht immer wieder das Thema unzureichende Dokumentensortierung auf."

Die KI hilft Ihnen, systemische Probleme herauszufiltern, die Sie als Einzelperson beim Lesen eines Auditberichts nach dem anderen vielleicht gar nicht – oder nur mit großem Aufwand – gefunden hätten.

⚠️ Wichtiger Hinweis: Sie bleiben die Firewall

Nicht alle KI-Ergebnisse sind wahr oder vollständig korrekt. Das Problem von Falschinformationen kennen mittlerweile die meisten.

Noch ein Grund, warum es Menschen braucht, die KI navigieren. Als menschliche Firewall.

Und: Schlechte Rohdaten liefern auch mit KI schlechte Einsichten. KI verstärkt Muster, aber vollbringt keine Wunder.

Zusammengefasst: Die KI liefert Hypothesen und Muster, wenn die Datenqualität stimmt. Ihre Aufgabe: Die Plausibilitätsprüfung.

Die KI sagt: "Hier scheint ein Muster zu sein."

Sie entscheiden: "Ja, macht Sinn, das verfolge ich weiter" oder "Nein, das ist wahrscheinlich nur statistischer Zufall."

Ihre Neugier gepaart mit Ihrer kritischen Expertise wird zu Ihrem Wettbewerbsvorteil. Sie sehen und adressieren Dinge, die andere noch nicht sehen.

Rolle 3: KI als kritischer Spiegel und Machbarkeitschecker

Die meisten nutzen KI, um Texte zu erstellen. Sie könnten sie aber auch nutzen, um Ideen, Konzepte und Texte zu verbessern – indem Sie sich kritisch bewerten lassen.

Sie kreieren Ihre eigene Lektorin. Ihren eigenen Sparringspartner für wertschätzendes, konstruktives, kritisches Feedback.

🎯 Praxis-Beispiel: Lieferantenbewertung auf dem Prüfstand

Sie haben ein neues QM-Konzept zur Lieferantenbewertung geschrieben.

Ihr Prompt:

Handle wie ein extrem erfahrener externer ISO 9001-Auditor, der dafür bezahlt wird, Schwachstellen zu finden. Formuliere 5 kritische Fragen, die Du in Deinem nächsten Audit zu diesem Konzept stellen würdest.

Was die KI mich im Testdurchlauf gefragt hat:

"Was für Hebel haben Sie, wenn ein strategischer Lieferant, der nicht entbehrlich ist, durch Ihr Punkte-System fällt?"

Gute Frage. Auf die ich nicht sofort eine Antwort hatte.

Wobei das hilft? Sie bereiten sich auf unangenehme Fragen vor, bevor sie gestellt werden. Sie gehen ins Audit und kennen die potenziellen Schwachstellen schon.

🧪 Praxis-Beispiel: Maßnahmenplan testen

Sie haben einen Maßnahmenplan zum letzten Audit entwickelt.

Ihr Prompt:

Hier ist ein Maßnahmenplan. Analysiere ihn und identifiziere 3 mögliche unbeabsichtigte Nebenwirkungen. Welche relevanten Risiken habe ich übersehen? Welche aussichtsreichen Chancen habe ich nicht adressiert?

Das Ergebnis ist nicht immer erfreulich. Aber immer hilfreich.

Sie unterziehen Ihre Ideen einem Stresstest, bevor es jemand anderes tut. Sie gehen in jedes Meeting mit mehr Standing. Und – schöner Nebeneffekt – Sie lernen dabei.

Prompt Engineering: Klingt komplizierter als es ist

Gute Prompts fallen nicht vom Himmel. Ein bisschen Handwerk ist dabei.

Aber lassen Sie sich nicht abschrecken. Meine Erfahrung: Wenn Sie neugierig und experimentierfreudig sind, wenn Sie grundsätzlich wissen, wie Large Language Modelle arbeiten, was sie gut können und was nicht – das macht 80 % der Kompetenzen aus.

Die restlichen 20 %? Handwerk. Lernen, wie man funktionierende Prompts entwickelt und weiterentwickelt. Sogenanntes Prompt Engineering.

Im Kern ist Prompt Engineering die Kunst, einer KI eine klare, kontextreiche und unmissverständliche Arbeitsanweisung zu geben.

Das sollten Sie als QM-Mensch relativ schnell draufhaben. Weil Sie das jeden Tag tun:

✓ Sie können gute, offene, zielgerichtete Auditfragen stellen → hilft beim Prompten

✓ Sie können Fehler analysieren → hilft beim Verbessern von Prompts

✓ Eine saubere Problemdefinition ist die perfekte Basis für einen wirksamen Prompt

Was einen guten Prompt ausmacht

Ein guter Prompt braucht Kontext. Also:

  • Wer bin ich?
  • In welchem Rahmen und Umfeld arbeite ich?
  • Was soll die KI genau tun?
  • In welcher Art und Weise?

Ein guter Prompt ist in der Regel ein bisschen länger. Und braucht Vorüberlegungen.

Ein guter Prompt ist im Grunde eine Projektaufgabe.

Mehr dazu gibt es im hier:  KI im Qualitätsmanagement | MQ und im nächsten KI-Grundlagen-Training im Februar:  Generative KI im QM nutzen - Einstieg mit ChatGPT & Co. - 02/2026 | MQ

Die Qualität des Prompts ist der größte einzelne Hebel für die Qualität der Ergebnisse.

So starten Sie klein, aber gezielt

Sie fragen sich jetzt vielleicht: Wie fange ich an?

Hier die Antwort:

Schritt 1: Verschaffen Sie sich Wissen

Verstehen Sie die Funktionsweise, Chancen und Risiken von KI im QM.

 Mehr dazu gibt es hier:  KI im Qualitätsmanagement | MQ

Schritt 2: Lernen Sie vernünftig prompten

Siehe oben. Und nehmen Sie sich Zeit dafür.

Schritt 3: Suchen Sie sich EINE kleine Aufgabe

Nur eine. Aus Ihrem Alltag.

Das kann sein:

  • Eine offene Beschwerde
  • Ein Prozessentwurf auf Ihrem Schreibtisch
  • Eine Evaluationsauswertung

Schritt 4: Wenden Sie eine der drei Rollen an

Nutzen Sie KI als:

  • Kreativen Sparringspartner
  • Neugierigen Datenentdecker
  • Kritischen Spiegel

Die Beispielprompts aus diesem Artikel können Sie direkt kopieren und anpassen. Einfach oben rauskopieren.

Sammeln Sie Erfahrungen. Ohne Druck. Aber mit Neugier. 🔍

Was Sie aus diesem Artikel mitnehmen

Erstens: KI ersetzt Sie auf absehbare Zeit nicht. KI verstärkt Sie.

Die Studien von McKinsey und BCG zeigen eindeutig: KI ist ein Multiplikator für Ihre Expertise, kein Ersatz.

Zweitens: Ihre QM-Kompetenzen sind Ihr größter Vorteil im Umgang mit KI.

Probleme strukturieren, Kontext verstehen, kritisch bewerten – genau das brauchen Sie, um KI sinnvoll einzusetzen.

Drittens: Denken Sie in Rollen.

KI kann mindestens drei zentrale Rollen übernehmen: Kreativer Sparringspartner, Datenentdecker für verborgene Muster, kritischer Spiegel für Ihre Konzepte.

Viertens: Gute Prompts sind der Schlüssel.

Je klarer Ihr Auftrag, je präziser der Kontext, desto besser die Ergebnisse. Und das können Sie als QM-Mensch – Sie formulieren jeden Tag Aufgaben, Anweisungen oder Texte.

Fünftens: Starten Sie klein, aber gezielt.

Suchen Sie sich eine konkrete Aufgabe aus Ihrem Alltag. Testen Sie eine der drei Rollen. Sammeln Sie Erfahrungen.

Meine persönliche Erfahrung

Ich übe gerade, Haltung zu zeigen, wenn's unbequem wird. Das ist auch eine QM-Kompetenz.

Und beim Thema KI zeige ich Haltung: Es ist nie zu spät anzufangen.

2026 geht es für Sie als QMB nicht darum, ob KI Sie ersetzt. Es geht darum, dass Sie KI als Werkzeug so einsetzen, dass Sie Ihre vorhandenen Fähigkeiten erweitern.

Sie werden mit KI effizienter und besser. Sie geben nicht ab. Sie delegieren. Das verstärkt Ihre Wirksamkeit.

Und das ist das perfekte Argument für die Geschäftsführung.

Die Frage nach Einsparungsmöglichkeiten durch KI steht sowieso im Raum. Sie brauchen belastbares Argumentationsmaterial:

"Ich nutze die gewonnene Zeit im Sinne des Unternehmens. Ich kann mit diesem Werkzeug mehr Wert schaffen."

Das ist die Sprache, die in Unternehmen verstanden wird.

KI-Einsatz ist kein Sparprogramm. Es ist eine Investition in bessere Qualität und effektiveres Risiken- und Chancenmanagement.

Wenn Sie systematisch in das Thema einsteigen wollen: Im März 2026 gibt es wieder ein KI-Grundlagen-Training. Da gehen wir das Ganze strukturiert an – am Ende wissen Sie, was mit Prompten geht und können Ihre KI-Kompetenz eigenständig weiterentwickeln.

Jetzt zum KI-Training anmelden – noch wenige Plätze frei

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Häufige Fragen zu KI im QM

Einstieg und Grundlagen

Frage: Ist es wirklich noch nicht zu spät, jetzt mit KI im Qualitätsmanagement anzufangen?

Antwort: Nein, definitiv nicht. Der richtige Zeitpunkt ist jetzt. Viele QM-Beauftragte haben die Sorge, den Anschluss verpasst zu haben, weil KI so schnell voranschreitet. Aber: Die Grundprinzipien bleiben stabil. Wichtiger als ein früher Start ist ein gezielter Start. Beginnen Sie mit einer konkreten Aufgabe aus Ihrem Alltag – einer Beschwerde, einem Prozessentwurf, einer Evaluationsauswertung. Sammeln Sie dort Erfahrungen. Das funktioniert heute genauso gut wie vor sechs Monaten. Und besser als in weiteren sechs Monaten nur zuzuschauen.

Frage: Brauche ich technisches Vorwissen oder eine IT-Ausbildung, um KI im QM zu nutzen?

Antwort: Nein. Die entscheidenden Fähigkeiten für erfolgreichen KI-Einsatz haben Sie als QM-Mensch bereits: Probleme strukturieren, kritische Fragen stellen, Kontext verstehen und vermitteln, Risiken bewerten. Das sind QM-Kernkompetenzen. Sie müssen nicht programmieren können oder verstehen, wie neuronale Netze funktionieren. Sie müssen verstehen, wie Sie der KI klare Arbeitsanweisungen geben – und das tun Sie im QM jeden Tag. Prompt Engineering ist näher an guten Auditfragen als an Programmierung.

Frage: Wie viel Zeit muss ich investieren, um KI im QM sinnvoll einsetzen zu können?

Antwort: Für den Einstieg reichen 2-3 Stunden, um die Grundlagen zu verstehen. Dann sollten Sie sich pro Woche 1-2 Stunden Zeit nehmen, um zu experimentieren. Wichtig ist: Machen Sie es nicht zusätzlich zu allem anderen. Nehmen Sie sich eine Routineaufgabe, die Sie sowieso machen müssten – zum Beispiel eine Evaluationsauswertung oder das Formulieren einer E-Mail-Antwort – und nutzen Sie dafür die KI. So lernen Sie, während Sie arbeiten, statt zusätzliche Lernzeit zu blockieren.

Frage: Welche KI-Tools sollte ich als QM-Beauftragte nutzen?

Antwort: Für den Einstieg empfehle ich eines der großen Sprachmodelle: ChatGPT, Microsoft Copilot oder Google Gemini. Alle drei funktionieren ähnlich und sind für Textarbeit, Analyse und Brainstorming geeignet. Wichtiger als das spezifische Tool ist, dass Sie lernen, gute Prompts zu formulieren. Diese Fähigkeit ist übertragbar – wenn Sie mit ChatGPT gute Prompts schreiben können, funktioniert das auch mit anderen Tools. Starten Sie mit der kostenlosen Version eines Tools Ihrer Wahl und experimentieren Sie.

Frage: Ersetzt KI mich als QM-Beauftragte langfristig?

Antwort: Nein. Studien von McKinsey und der Boston Consulting Group zeigen eindeutig: KI ist ein Verstärker, kein Ersatz. KI kann keine ethischen Bewertungen treffen, keine unausgesprochenen Unternehmensregeln verstehen und keine Entscheidungen in komplexen sozialen Kontexten fällen. Was KI tut: Sie übernimmt Routineaufgaben und gibt Ihnen mehr Kapazität für strategische, kreative und menschenzentrierte QM-Arbeit. QMBs, die mehr sind als Dokumentenverwalter, werden durch KI stärker, nicht überflüssig.

Praktische Anwendung

Frage: Was sind die besten Anwendungsfälle für KI im Qualitätsmanagement?

Antwort: Die drei wirkungsvollsten Anwendungsbereiche sind: (1) Kreatives Sparring – nutzen Sie KI für Brainstorming zu festgefahrenen Problemen oder als Advocatus Diaboli für Ihre Ideen. (2) Datenanalyse – lassen Sie KI Muster in Freitextkommentaren, Evaluationen oder Auditberichten erkennen, die Sie manuell übersehen würden. (3) Kritischer Spiegel – lassen Sie Ihre Konzepte, Maßnahmenpläne oder Prozessbeschreibungen von der KI aus verschiedenen Perspektiven hinterfragen. Diese drei Rollen gehen weit über einfaches Texte-Zusammenfassen hinaus und bieten echten strategischen Mehrwert.

Frage: Wie schreibe ich einen guten Prompt für KI im QM-Kontext?

Antwort: Ein guter Prompt braucht vier Elemente: (1) Rolle – sagen Sie der KI, aus welcher Perspektive sie arbeiten soll ("Handle wie ein erfahrener ISO-Auditor"). (2) Kontext – erklären Sie die Situation, Ihr Umfeld, relevante Rahmenbedingungen. (3) Aufgabe – formulieren Sie präzise, was die KI tun soll. (4) Erwartetes Ergebnis – beschreiben Sie Format und Art der gewünschten Antwort. Ein Beispiel: "Ich bin QMB bei einem Bildungsträger [Kontext]. Handle wie ein kritischer Produktionsleiter [Rolle]. Nenne mir 3 Gegenargumente zu meiner geplanten Maßnahme XY [Aufgabe]. Formuliere die Argumente als konkrete Einwände mit Begründung [Ergebnis]."

Frage: Kann KI meine Auditberichte schreiben?

Antwort: KI kann Sie beim Schreiben von Auditberichten unterstützen, aber nicht die gesamte Arbeit übernehmen. Die KI kann Ihnen helfen, Ihre Stichpunkte in einen strukturierten Text zu bringen, Formulierungen zu verbessern oder den Bericht auf Vollständigkeit zu prüfen. Was die KI nicht kann: Die eigentliche Auditarbeit leisten, Beobachtungen bewerten, Risiken einschätzen oder Empfehlungen aussprechen. Diese Urteilskraft bleibt bei Ihnen. Nutzen Sie KI als Schreibassistenz, nicht als Audit-Ersatz.

Frage: Wie kann ich mit KI Evaluationen auswerten?

Antwort: KI eignet sich hervorragend für die Analyse von Freitextkommentaren in Evaluationen. Exportieren Sie die Kommentare und geben Sie der KI den Auftrag: "Analysiere diese Kundenkommentare, fasse sie in 5-7 Hauptthemen zusammen, gib jedem Thema eine Überschrift und nenne 2 prägnante Zitate pro Thema. Identifiziere die Grundstimmung (positiv/negativ/neutral) für jedes Thema." So bekommen Sie aus einem unübersichtlichen Haufen Einzelmeinungen eine strukturierte, datengestützte Grundlage. Wichtig: Prüfen Sie die Ergebnisse auf Plausibilität – die KI erkennt Muster, aber Sie bewerten sie.

Frage: Kann KI mir beim Brainstorming für QM-Maßnahmen helfen?

Antwort: Absolut, und oft sehr effektiv. Die KI kann Ihnen helfen, aus festgefahrenen Denkmustern auszubrechen. Beispiel: Wenn Standardmaßnahmen nicht funktionieren, fragen Sie die KI nach kreativen Alternativen aus anderen Disziplinen: "Schlage mir 5 Maßnahmen vor, die auf Verhaltenspsychologie, Gamification oder UX-Design basieren." Sie bekommen vielleicht unkonventionelle Ideen, die Sie weiterdenken können. Die KI ersetzt nicht Ihre Kreativität – sie gibt Ihnen Futter, um kreativer zu werden.

Herausforderungen und Grenzen

Frage: Wie verhindere ich, dass die KI mir falsche Informationen (Halluzinationen) liefert?

Antwort: Sie verhindern es nicht komplett – aber Sie können das Risiko minimieren und Fehler erkennen. (1) Geben Sie der KI präzisen Kontext und klare Vorgaben. (2) Fragen Sie nicht nach Fakten, die die KI nicht wissen kann (z.B. interne Unternehmensdaten). (3) Nutzen Sie die KI für Aufgaben, wo es um Muster, Strukturierung oder Perspektivwechsel geht, nicht um absolute Wahrheiten. (4) Prüfen Sie IMMER kritisch: Macht das Sinn? Passt das zu meiner Erfahrung? Sie bleiben die menschliche Firewall. Die KI liefert Hypothesen – Sie bewerten sie.

Frage: Was mache ich, wenn die KI-Ergebnisse nicht zu meinem Unternehmen passen?

Antwort: Das liegt meist am fehlenden Kontext. Die KI kennt Ihr Unternehmen, Ihre Kultur und Ihre spezifischen Rahmenbedingungen nicht. Geben Sie mehr Kontext: "Wir sind ein mittelständischer Bildungsträger mit 50 Mitarbeitenden, flachen Hierarchien und einer Kultur, die eher auf Freiwilligkeit als auf Kontrolle setzt. Berücksichtige das bei Deinen Vorschlägen." Je mehr relevanten Kontext Sie liefern, desto passender werden die Ergebnisse. Und: Sehen Sie KI-Vorschläge als Rohmaterial, das Sie an Ihre Realität anpassen – nicht als fertige Lösung.

Frage: Darf ich vertrauliche QM-Daten in KI-Tools eingeben?

Antwort: Das hängt vom Tool und Ihrer Datenschutzrichtlinie ab. Bei kostenlosen Versionen von ChatGPT, Copilot oder Gemini werden Eingaben unter Umständen zum Training genutzt – geben Sie dort keine personenbezogenen oder vertraulichen Daten ein. Alternativen: (1) Nutzen Sie Business-Versionen der Tools mit Datenschutzgarantien. (2) Anonymisieren Sie Daten vor der Eingabe (Namen ersetzen, spezifische Details entfernen). (3) Arbeiten Sie mit fiktiven Beispielen, die Ihr echtes Problem strukturell abbilden. Klären Sie mit Ihrer Datenschutzbeauftragten, was in Ihrem Unternehmen erlaubt ist.

Frage: Wie gehe ich mit Widerstand gegen KI-Einsatz in meinem Unternehmen um?

Antwort: Zeigen Sie konkrete Ergebnisse statt abstrakter Vorteile. Starten Sie mit kleinen Anwendungen, die niemandem weh tun – zum Beispiel Ihre eigene Textarbeit optimieren. Wenn Sie sichtbare Erfolge haben (schnellere Auswertungen, bessere Maßnahmenideen), teilen Sie diese. Sprechen Sie die Sprache der Geschäftsführung: KI spart nicht nur Zeit, sondern schafft Mehrwert – bessere Qualität, tiefere Einblicke, wirksameres Risikomanagement. Und für Skeptiker: Betonen Sie, dass Sie die Kontrolle behalten. KI schlägt vor – Sie entscheiden.

Strategie und Weiterentwicklung

Frage: Wie argumentiere ich gegenüber der Geschäftsführung für KI-Einsatz im QM?

Antwort: Sprechen Sie die Sprache der Wertschöpfung. KI-Einsatz ist keine Kostensenkung, sondern eine Investition in bessere Qualität und effektiveres Risikomanagement. Konkret: "Mit KI kann ich Evaluationen systematischer auswerten und früher Muster erkennen, die auf grundlegende Probleme hinweisen. Ich kann kreativere Lösungen entwickeln und meine Konzepte robuster machen. Die Zeit, die ich bei Routineaufgaben spare, nutze ich für strategische QM-Arbeit, die dem Unternehmen mehr Wert bringt." Zeigen Sie konkrete Beispiele, wo KI Ihnen geholfen hat, bessere Arbeit zu leisten.

Frage: Welche Kompetenzen brauche ich, um KI im QM langfristig erfolgreich zu nutzen?

Antwort: Sie brauchen drei Kompetenzebenen: (1) Grundverständnis – wie funktionieren Large Language Models, was können sie gut, was nicht? (2) Handwerk – wie formuliere ich wirksame Prompts, wie iteriere ich Ergebnisse? (3) Kritisches Denken – wie bewerte ich KI-Ergebnisse, erkenne Fehler und übersetze Vorschläge in meine Realität? Die gute Nachricht: Die dritte Kompetenz haben Sie als QMB bereits. Die ersten beiden können Sie sich in überschaubarer Zeit aneignen – durch Grundlagen-Trainings, Experimentieren und kontinuierliches Lernen.

Frage: Wird KI die Anforderungen an QM-Beauftragte verändern?

Antwort: Ja, aber zu Ihren Gunsten. Die Erwartung verschiebt sich von "Dokumentation pflegen" zu "strategische Impulse geben". QMBs, die KI nutzen, können mehr Zeit in wertschöpfende Tätigkeiten investieren: Prozesse wirklich verbessern statt nur dokumentieren, kreative Lösungen entwickeln, datengestützte Empfehlungen aussprechen. Das stärkt Ihr Standing. Die Anforderung wird sein: Nutzen Sie KI kompetent als Werkzeug. Und behalten Sie dabei Ihre kritische Urteilskraft, Ihre Empathie und Ihr Kontextwissen. Genau das macht Sie als Mensch unersetzbar.

Frage: Wie bleibe ich bei KI-Entwicklungen auf dem Laufenden, ohne überfordert zu werden?

Antwort: Setzen Sie sich klare Grenzen. Sie müssen nicht jeden Hype mitmachen. Fokussieren Sie sich auf: (1) Ein Tool, das Sie gut beherrschen. (2) Anwendungsfälle, die für Ihren QM-Alltag relevant sind. (3) Regelmäßige, kleine Lerneinheiten – zum Beispiel einmal im Monat einen Fachartikel oder Podcast zum Thema. Nutzen Sie kuratierte Quellen statt dem gesamten Internet. Und: Lernen Sie in der Praxis – jedes Mal, wenn Sie einen Prompt schreiben und verbessern, lernen Sie mehr als aus drei theoretischen Artikeln.

Perfekt! Hier sind zwei verkaufsstarke FAQ-Fragen, die Ihre Expertise und Angebote natürlich positionieren:

Frage: Wo kann ich als QM-Beauftragte systematisch lernen, KI im Qualitätsmanagement einzusetzen?

Antwort: Die meisten KI-Trainings sind entweder zu technisch oder zu allgemein. Was QM-Beauftragte brauchen, sind konkrete Anwendungsfälle aus ihrem Alltag – keine abstrakten Erklärungen zu neuronalen Netzen. Ich biete speziell für QMBs ein KI-Grundlagen-Training an, in dem wir systematisch durchgehen: Wie funktionieren Large Language Models? Was können sie – und was nicht? Wie schreibe ich Prompts, die wirklich funktionieren? Und vor allem: Welche konkreten Aufgaben aus meinem QM-Alltag kann ich delegieren? Sie arbeiten mit Ihren eigenen Praxisbeispielen – einer Beschwerde, einem Auditbericht, einer Prozessbeschreibung. Am Ende wissen Sie genau, wie Sie KI als Ihr persönliches Exoskelett nutzen und können Ihre Kompetenz eigenständig weiterentwickeln. Das nächste Training startet im Februar 2026. Jetzt anmelden – noch wenige Plätze frei:  Generative KI im QM nutzen - Einstieg mit ChatGPT & Co. - 02/2026 | MQ

Frage: Ich fühle mich als QMB oft allein mit meinen Herausforderungen – gibt es Unterstützung speziell für meine Rolle?

Antwort: Ja, und genau dafür gibt es meinen Podcast "QM mit Sinn und Verstand" und meine Beratungsangebote. Ich kenne die typischen Herausforderungen von QM-Beauftragten - fehlende Weisungsbefugnis, mangelnde Unterstützung durch die Geschäftsführung, das Gefühl, nie zu wissen, ob man es richtig macht. Mein Ansatz: Menschenzentriertes QM statt Qualitätsbürokratie. QM für Menschen, nicht für Auditoren. Im Podcast teile ich jeden Monat praxiserprobte Methoden, kritische Perspektiven auf QM-Normen und Strategien, wie Sie auch ohne formale Macht wirksam werden. Darüber hinaus biete ich individuelle Beratung und Training für QM-Systementwicklung, ISO 9001 und AZAV sowie Prozessbegleitung auf Augenhöhe. 

Sie haben spezifische Fragen zu Ihrer KI-Situation? Schreiben Sie mir: mail@mq-koeln.de

Haben Sie weitere Fragen?

Auch gerne schreiben: mail@mq-koeln.de

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