Wie auditiert man eigentlich vernünftig?
Diese 6 Punkte sollten beim internen Audit mindestens gewährleistet sein.

Was ist eigentlich ein vernünftiges Audit?

fragt die Inhaberin der Arbeitsvermittlung in der QM-Sprechstunde.

Anlass: Auditor bemängelt (zu Recht), dass Audits noch nicht so ganz durchdacht und anforderungskonform umgesetzt werden. Und fügt mündlich hinzu: "Also - Sie sollten schon sicherstellen, dass Sie vernünftig auditieren, auch wenn Sie nur ein kleines Unternehmen sind."

Die Frage der Coachee begrüße ich sehr, weil ich auch der Meinung bin, dass alle, die eine Zulassung nach AZAV (oder eine Zertifizierung nach ISO 9001) haben wollen oder aufrechterhalten wollen, wissen sollten, wie man vernünftig auditiert. Damit die Audits nicht nur formale Zeitverschwendung sind, sondern auch was bringen, wenn man sie schon machen muss. 

Deshalb: Danke für die Frage!

Und hier sind 6 Punkte, die aus meiner Sicht zu einem vernünftigen Audit gehören. 

1.  Auditziel

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Sie sollten klar haben, was Sie mit Hilfe des Audits herausfinden wollen.

Beispiel: Wollen Sie prüfen, ob Ihre Prozesse normkonform beschrieben sind? Oder wollen Sie prüfen, ob Ihre Prozesse Sinn machen?

Ohne Ziel kein Ergebnis.

2. Auditgrundlagen

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Ein Audit ist im Grunde ein Soll-Ist-Vergleich. Deshalb brauchen Sie eine Auditgrundlage, die das Soll beschreibt. 

Beispiele für Auditgrundlagen: Normen, Prozessbeschreibungen, mündliche Vereinbarungen, Gesetze, Politiken ...

Ohne Grundlage keine Bewertung.

3. Auditfeststellungen

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Im Audit stellen Sie fest, ob etwas so ist, wie es sein soll - oder eben nicht. Das Ergebnis dieser Prüfung schreiben Sie auf. Das ist die Auditfeststellung.

Beispiel für eine Feststellung: Der Prozess wird wie beschrieben umgesetzt - oder eben nicht.

Ohne Feststellung keine Konsequenzen.

4.Objektive Auditnachweise

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Wenn Sie etwas festgestellt haben, sollten Sie hinterlegen, wie Sie auf die Feststellung gekommen sind.

Was haben Sie gesehen oder gehört? Was weißt nach, dass Sie sich Ihre Feststellung nicht nur ausgedacht haben?

Ohne Nachweise keine Objektivität.

5. Auditbewertungen

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Wenn Sie etwas festgestellt haben, dann sollten Sie deutlich machen, wie kritisch Ihre Feststellung ist. Für die Bewertungen gibt es verschiedene Kategorien.

Beispielsweise "in Ordnung", "nicht in Ordnung", "teilweise in Ordnung" - und alles dazwischen.

Ohne Bewertung keineTransparenz.

6. Auditschlussfolgerungen

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Sie sind in Ihr Audit mit einer Ziel- bzw. fragestellung gestartet.

Die Auditschlussfolgerung gibt die Antwort auf diese Frage. Sie ist so etwas wie ein Fazit.

Ohne Fazit keine Erkenntnis.



Fazit

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